Das Pflegemodell

(nach Frau Prof. Dr. Krohwinkel)

Frau Monika Krohwinkel ist Professorin in Darmstadt. Sie hat in den 90iger Jahren aufgrund einer Studie zum Prozess am Beispiel an Apoplexsieerkrankter Patienten ein konzeptionelles Modell auf wissenschaftlicher Grundlage entwickelt.

Sie führte die Pflegemodelle von Roper, Orem sowie Roger weiter. Die AEDL´s von Fr. Krohwinkel sehen den Menschen als „ ganzes“ und geben Hinweise wie er „ optimal gesund “ wäre.

Kommunizieren

Man fördert die Beziehung  und unterstützt die Kommunikation. Die Bewusstseinslage, die Orientierung, Gestik, Mimik sowie den Ausdruck von Gefühlen und das Wahrnehmungsvermögen im Bezug auf Hören, Sehen und Gesichtsfeld fallen in diesen Bereich.

Sich bewegen

Gefördert wird die allgemeine Beweglichkeit (innerhalb und außerhalb des Bettes) und gibt Hilfen z.B. beim Lagewechsel, Aufstehen, Sitzen und Gehen. Kontrakturen, Dekubitalgeschwüre und lagerungsbedingte Ödembildungen gehören zu diesem Lebensbereich.

Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten

Die Atemfähigkeit, der Kreislauf sowie die Wärmeregulation (z.B. Atemverhalten, Husten, Verschleimung, Infekte, Atemstörungen, Atemnot) werden gefördert, aber auch die Durchblutung, Blutdruck, Herzfrequenz, Körpertemperatur, frieren und schwitzen.

Sich pflegen

Die individuelle Körperpflege soll unterstützt und gefördert werden. Bei der Grundpflege des Bewohners wird darauf geachtet, ob sich jemand selbständig waschen kann oder dabei Hilfe benötigt. Einzelne Körperteile werden dabei unterschieden z.B. Mund-/Nasen-/Augen-/Nagel-/Haar- und Intimpflegebereich.
Große Bedeutung hat die Inspektion und Pflege der Haut (Rötung, Schwellung, Blasenbildung, Ödeme, Hautdefekte, Allergien und Infektionen).

Essen und Trinken

Unterstützung der Bewohner/Innen bei ihren individuellen Bedürfnissen und Gewohnheiten auf Essen und Trinken.
Menge, Appetit, Nahrungszubereitung (passierte Kost), Diäten, Sondenkost, parenterale Ernährung ist zu berücksichtigen. Beim Trinken die Trinkmenge zu beachten (Exikose). Zu beachten sind auch die Zähne sowie Schluckstörungen.

Ausscheiden

Hier steht die Förderung von Kontinenz im Mittelpunkt. Bei der Urinausscheidung sind Menge, Miktionsstörungen, Harnverhalt und Harnwegsinfektionen zu beachten. Bei der Stuhlausscheidung  ebenfalls die Menge, Inkontinenz sowie die Obstipation und Diarrhören.

Sich kleiden

Man achtet auf die individuellen Bedürfnisse und gibt Unterstützung beim An- und auskleiden.

Ruhen und Schlafen

Ein physiologischer Schlaf-Wach-Rhythmus soll gefördert werden. Bewohner/Innen unterstützen bei Bewältigung von Schlafstörungen.

Sich beschäftigen

Bei diesem Lebensbereich spielen die Tagesgestaltung, Hobbys, selbständige Aktivitäten eine Rolle, sowie die Aktivitäten die zusammen mit anderen unternommen werden.