Die Welt ein bisschen schöner machen

Peggy Pauper erhält das Goldene Kronenkreuz nach 25 Jahren diakonische Arbeit am MenschenAm 12. Februar feierte unsere Mitarbeiterin Peggy Pauper ihr 25-jähriges Dienstjubiläum.  21 Jahre war sie davon für die Diakonie Sozialstation als Haushaltshilfe im Einsatz. 2014 wechselte sie den Arbeitsplatz ins Elisabeth-Haus und arbeitet dort seitdem als Pförtnerin.

„Das Leben kommt, wie  es kommen soll“, sagt Peggy Pauper und meint damit, dass ihr Berufsleben oft durch den Zufall positiv beeinflusst wurde. Als sie sich nach der Schulzeit beim Arbeitsamt nach einem kreativen Ausbildungsberuf erkundigte, schlug man ihr vor, sich als Modistin zu bewerben. Sie hatte keine Idee, was das sein sollte, und auch die Mitarbeiter im Arbeitsamt konnten ihr nicht sagen, was diese Ausbildung beinhalten würde. Dennoch ging Peggy Pauper in das genannte Geschäft in der Bürger und stellte fest, dass es sich um eine Hutmacherei handelte. Sie bekam den Ausbildungsplatz zur Modistin und war damit 1974 die einzige Auszubildende in ganz Bremerhaven für diesen Berufszweig.

Nach ihrer Ausbildung bewarb sie sich bei einem großen Kaufhaus in der Stadt. Frau Pauper wurde aber mit der Peggy Pauper im Einsatz als Haushaltshilfe für die Diakonie-SozialstationBegründung abgelehnt, dass sie zu klein sei um die großen Schaufensterpuppen zu tragen.  Davon ließ sie sich aber nicht entmutigen. Von einer Freundin erfuhr sie, dass im Marie-von-Seggern Heim eine Küchenhilfe gesucht wurde. Sie bewarb sich und bekam die Stelle. Sie wollte aber näher am Menschen sein und bewarb sich nach kurzer Zeit als Hilfskraft auf den Stationen. Es gefiel ihr, sich um die Senioren zu kümmern, sie einzukleiden und für den Tag zurecht zu machen.  Berührungsängste hatte sie nie, sagt sie. Ganz im Gegenteil, es hat ihr immer Freude bereitet, die Senioren zu unterstützen.

Als 1980 ihre Tochter geboren wurde arbeitete Frau Pauper zunächst nur noch stundenweise als Reinigungskraft. Als ihr Kind etwas größer war, wurde ihr ein Job im Vertrieb der Nordsee-Zeitung angeboten. Dort blieb sie sieben Jahre bis die Produktion umgestellt und ihre Arbeit von Maschinen übernommen wurde. Wieder zufällig traf sie eine Bekannte, die ihr von der Sozialstation in Geestemünde erzählte. Frau Pauper besuchte die Station, sprach mit dem damaligen Leiter Herrn Bertram und wurde noch am selben Tag eingestellt.

21 Jahre lang war sie für die Sozialstation als Haushaltshilfe im Einsatz. Sie hat ihre Arbeit gern gemacht, sagt sie. Die Freude und Dankbarkeit, die sie täglich von ihren Klienten bekam, waren für sie der höchste Lohn. Sie hat viele tolle Menschen kennengelernt, sagt sie, wurde Teil der Familien bei Langzeitbetreuungen. Natürlich sah sie auch unschöne Dinge. Doch die Möglichkeit, die Senioren zu unterstützen und ihren Alltag etwas schöner zu machen, war immer ihr Antrieb. Die kontinuierliche Reduzierung der Pflegezeiten und der damit verbundene ansteigende Stress führten dazu, dass Frau Pauper sich vor vier Jahren dazu entschied, sich im Elisabeth-Haus als Pförtnerin zu bewerben.

Sie hat gern als Haushaltshilfe gearbeitet und denkt auch noch häufig an den einen oder anderen Kunden. Aber sie ist dankbar, nun einen Posten zu haben, der es ihr ermöglicht, wieder mehr Zeit für die Senioren zu haben. Wenn sie täglich die Post verteilt und sich mit den Bewohnern unterhalten kann, ist sie froh, sich für diese Stelle beworben zu haben. Einfach war es am Anfang für sie nicht. Sie musste einige Computer-Kurse besuchen. Aber mittlerweile klappt der Umgang mit dem PC gut.

In ihrer Freizeit malt Frau Pauper gern und viel. Sie nutzt Acryl-Farben und Spachteltechniken, um ihrer kreativen Seite freien Lauf zu lassen. Wenn sie malt, so sagt sie, ist sie in ihrer ganz eigenen Welt. Sie hat sich vorgenommen, ihre Bilder bald in einer Ausstellung zu zeigen. „Ich möchte die Welt mit meinen Bildern etwas bunter und schöner machen“, sagt sie und ihre Augen strahlen dabei.

Wir danken Peggy Pauper für 25 Jahre diakonische Arbeit am Menschen und sind froh, dass sie sich vor 25 Jahren für das Diakonische Werk als Arbeitgeber entschieden hat.

 Leiter Detlef Otten (Elisabeth-Haus) überreicht Peggy Pauper das Goldene Kronenkreuz der Diakonie

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