Nächstenliebe leben.

Teilhabe ermöglichen.

Zukunft gestalten.

 

Leitbild des Diakonischen Werkes Bremerhaven e.V. und seiner Einrichtungen vom 8. Mai 2012

Mit dem Leitbild beschreiben wir, wie Diakonie ist, und mehr noch, wie sie sein kann. Ob diese Diakonie von morgen Wirklichkeit wird, hängt von unserer Bereitschaft ab, das Leitbild gemeinsam mit Leben zu erfüllen. Wir nehmen uns vor, das Leitbild in unserer täglichen Arbeit vorzuleben, es verbindlich und überprüfbar zu machen. Wir verstehen es als Selbstverpflichtung.

 

Unser Zeichen ist das Kronenkreuz.

Nächstenliebe leben.

Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Matthäus 25, 40

 

Wir sind Kirche

 

Diakonie ist Lebens- und Wesensäußerung der Evangelischen Kirchen. Zum Auftrag unserer Gemeinden in Bremerhaven gehört die Diakonie als ein Dienst in der Gemeinde, von dem sich die Gemeinde nicht durch Delegation innerlich entfremden oder entledigen darf.

 

Wir orientieren unser Handeln an der biblischen Botschaft

 

Die Geschichten und Aussagen der Bibel zeigen uns einen bestimmten Blick auf die Welt als Schöpfung Gottes, die er liebt und bewahrt. Sie erzählen von der Liebe Gottes, die allen Geschöpfen gilt und die die bleibende Grundlage unseres Lebens ist. Darin finden wir die Orientierung für unser Handeln.

 

Wir achten die Würde jedes Menschen

 

Der Mensch verdankt sein Leben, seine Existenz und seine Würde allein Gott. Diese Würde kann weder durch Krankheit oder Gebrechlichkeit, weder durch Abhängigkeit, Pflegebedürftigkeit oder Behinderung, noch durch Geschlecht, Religion, Herkunft oder Alter beeinträchtigt werden. Wir nehmen den einzelnen Menschen wahr. Darin sehen wir unseren Auftrag in der Nachfolge Jesu. Wir schauen Not, Leid und Schwäche ins Gesicht. Wir wenden uns nicht ab, sondern lassen uns anrühren.

Teilhabe ermöglichen.

Was willst du, dass ich für dich tun soll? Markus 10, 50

 

Wir stehen an der Seite der Hilfesuchenden und Leidenden

 

Wir haben die Bedürfnisse der Menschen, die zu uns kommen und sich uns anvertrauen, wahrzunehmen. Die Hilfesuchenden sollen die Möglichkeit haben, selber zu formulieren, wie Hilfe oder Unterstützung für sie aussehen können. Dabei geht es um den einzelnen Menschen und um seine persönliche Situation. Wir leisten eine fachlich hochqualifizierte Arbeit und fördern die Vernetzung von Hilfsangeboten.

 

Wir sind eine Dienstgemeinschaft von Frauen und Männern im Haupt- und Ehrenamt

 

Als diakonische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wir bereit, dem Nächsten zu dienen. Als diakonische Arbeitgeber schaffen wir den Rahmen, in dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haupt- und Ehrenamt ihre individuellen Begabungen und fachlichen Fähigkeiten entfalten, weiterentwickeln und einander ergänzen können.

 

Wir erwarten von einander Einsatzwillen, Flexibilität und Loyalität. Wir fördern Eigeninitiative und die Erweiterung von Fach-, Sozial- und Handlungskompetenz sowie die Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir handeln wirtschaftlich nachhaltig und ökologisch verantwort¬lich, um zukunftsfähig zu bleiben.

 

Ausreichende Informationen und angemessene Arbeitsbedingungen sind Voraussetzungen für eine verantwortliche Tätigkeit. Zu unserer Unternehmenskultur gehört die gegenseitige Wertschätzung. Wir begegnen einander kooperativ und partnerschaftlich. In unserer Dienstgemeinschaft lassen wir unterschiedliche Meinungen gelten. Konflikte tragen wir im gegenseitigen Respekt aus, denn sie werden als eine Chance zum gemeinsamen Lernen gesehen.

Zukunft gestalten.

Prüft aber alles und das Gute behaltet. 1. Thessalonicher 5, 21

 

Wir sind aus einer lebendigen Tradition innovativ

 

Wir stehen in einer diakonischen Tradition, die von den Anfängen der Kirche über vielfältige soziale Entwicklungen bis zu den Gründungen und Entwicklungen der heutigen Diakonie reicht. Diese Tradition verpflichtet uns. Wir nehmen sie auf und übertragen sie in die Herausforderungen unserer Zeit. Wir entwickeln sie auf die Anforderungen der Zukunft hin weiter.

 

Wir sind Teil der Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten

 

Mit unserem Handeln verkünden wir die Menschenfreundlichkeit Gottes in unserem Lebensumfeld. Eine Gesellschaft, die den Menschen vom Mittelpunkt an den Rand oder gar ins Abseits rückt, gibt ihre Lebensgrundlage auf.

 

Wir sind von der Kirche beauftragter und gesetzlich anerkannter Verband der freien Wohlfahrtspflege. Als freier Wohlfahrtsverband sind wir Teil des Sozialsystems. Wir treten gemeinsam mit anderen für eine menschenwürdige und am Gemeinwohl orientierte solidarische Gesellschaft ein.

 

Wir sind Teil des Sozialstaates, den wir in Zusammenarbeit mit anderen Wohlfahrtsverbänden, mit Kommune und Kostenträgern in kritischer Partnerschaft mit gestalten. Unserem Handeln werden durch vorhandene Rahmenbedingungen immer wieder Grenzen gesetzt. Wir zeigen die Folgen dieser Grenzen auf und wirken auf positive Veränderungen hin. Dabei leben wir in der Spannung zwischen dem, was wir bewirken möchten, und dem, was möglich ist.